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Bewerbung auf Aktionsfonds der Partnerschaften für Demokratie in Treptow-Köpenick und Schöneweide startet erneut

Pressemitteilung „Bewerbung auf Aktionsfonds der Partnerschaften für Demokratie in Treptow-Köpenick und Schöneweide startet erneut“

Im Rahmen des Bundesprogrammes „Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Menschenfeindlichkeit“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend können sich erneut Initiativen, Runde Tische, Vereine, Jugend- und Freizeiteinrichtungen bewerben, um 2016 demokratiefördernde Projekte, Veranstaltungen oder Aktionen in den Fördergebieten Treptow-Köpenick und Schöneweide umzusetzen.

Hierfür stehen pro Fördergebiet 20.000 Euro zur Verfügung. Ab dem 27. Januar 2016 können sich Interessierte auf Mittel aus den beiden Aktionsfonds bewerben. Gefördert werden Projekte ab 500 Euro, für den Förderbereich Treptow-Köpenick wurde sich auf eine Maximalfördersumme von 3.500 Euro geeinigt. Schon 2015 konnten so unterschiedlichste Projekte im Bezirk durch die Projektförderung der Partnerschaften für Demokratie realisiert werden. Über die Vergabe entscheidet ein eigens eingerichteter Begleitausschuss, welcher sich aus Vertreter_innen der Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft zusammensetzt.

Neben dem Aktionsfonds ist die Einrichtung eines kleinen Initiativfonds in beiden Förderbereich in Planung, durch welchen kurzfristig kleinere Projekte mit bis zu 500 Euro gefördert werden können.

„Es ist uns ein Anliegen, die Partnerschaften für Demokratie als Knotenpunkt im Netz des zivilgesellschaftlichen und ehrenamtlichen Engagements im Bezirk zu integrieren. Hierbei freuen wir uns, Willkommenskultur weiterhin zu vertiefen und Initiativen, welche sich gegen Rechtsextremismus, Rechtspopulismus und Rassismus im Bezirk engagieren, zu unterstützen“, so Lisa Gutsche aus dem Zentrum für Demokratie. Das Zentrum für Demokratie, in welchem die Koordinierungs- und Fachstelle des Bundesprogramms angesiedelt ist, rät Antragssteller_innen dazu, sich vor Antragsstellung mit ihnen zu Beratungszwecken in Verbindung zu setzen.

Anträge für den Förderbereich Treptow-Köpenick sind bis zum 4. April 2016 im Zentrum für Demokratie einzureichen. Die Antragsfrist für den Förderbereich Schöneweide ist der 28. März 2016. Nähere

Informationen zu dem Bundesprogramm sowie zur Antragsstellung finden sie unter www.koordinierung-in-tk.de Telefonische Nachfragen sind unter 030 65487293 möglich.

Fördermöglichkeiten für Projekte

Neben dem Aktionsfonds der Partnerschaften für Demokratie Schöneweide und Treptow-Köpenick gibt es viele weitere Möglichkeiten der Projektförderung. Wir haben im Folgenden einige davon zusammengestellt:

Förderungen von Projekten in Treptow-Köpenick

Kiezkassen:

2013 wurde die Einrichtung von Kiezkassen in Treptow-Köpenick beschlossen. Hierbei stehen den Bezirksregionen insgesamt 50.000 Euro zur Verfügung. Über die Verwendung entscheiden die Bürger_innen vor Ort. Welche Projekte hier in den letzten Jahren umgesetzt wurden und mehr Informationen finden sich unter obigem Link.

Bürgerstiftung Treptow-Köpenick:

Die Bürgerstiftung Treptow-Köpenick fördert ehrenamtliche Projekte und bürgerschaftlichen Engagement bei einer Antragssumme bis zu 1.000 Euro. Die Anträge sind formlos einzureichen.

Förderungen von Projekten in Berlin und bundesweit:

Bundeszentrale für politische Bildung:

AKTUELL: Die Bundeszentrale für politische Bildung bietet Projektförderung im Themenbereich Flucht und Asyl. Der Zeitraum der Projektdurchführung muss mindestens sechs Monate im Zeitraum 01.03.2016 bis 31.12.2016 umfassen. Die Zuwendung beträgt mindestens 20.000 € und maximal 50.000 € pro Modellprojekt. Antragsfrist für 2016 ist der 31.Januar 2016.

Amadeu-Antonio-Stiftung:

Die Amadeu-Antonio-Stiftung fördert Projekte, die sich gegen Antisemitismus und Rassismus positionieren und  eine demokratische Gegenkultur zum rechten Mainstream aufbauen. Antragsschluss für Projekte über 2.500 Euro sind im laufenden Jahr der 30.06. und 31.12., für Projektanträge unter 2.500 Euro entscheidet ein kleineres Gremium fortlaufend.

Weitere Fördermöglichkeiten:Der Berliner Senat hat Förderprogramme im Themenbereich Integration und Partipzipation zusammengestellt.Des Weiteren empfiehlt es sich, bei Stiftungen nachzufragen, ob diese Projekte unterstützen und fördern. 

Förderungen von Jugendprojekten:

Jugenddemokratiefonds im Projekt „Stark gemacht! Jugend nimmt Einfluss“:

Der Jugenddemokratiefonds fördert zeitlich befristete Projekte im Bereich der Jugendarbeit, Jugendverbandsarbeit und Jugendsozialarbeit. Diese müssen sich der Partizipation und demokratischen Entwicklungen von Jugendlichen widmen. Die Höchstfördersumme beträgt 15.000 Euro.

Des Weiteren gibt es über „Stark gemacht“ lokale Jugenddemokratiefonds. In Treptow-Köpenick können hierbei Projektkosten zwischen 200 und 1000 Euro gefördert werden. Eine Jugendjury entscheidet über die Vergabe. Hier findet ihr weitere Informationen zu Voraussetzungen für eine Förderung und aktuelle Fristen. Die Verwaltung des Jugenddemokratiefonds in Treptow-Köpenick liegt bei ffip e.V.

Weitere Fördermöglichkeiten:

Aktuelle Förderprogramme mit verschiedenen Programmschwerpunkten finden sich auch auf der Seite des Landesjugendring Berlin.

Lesung zu "Libertalia - Die utopische Piratenrepublik"

 

Liberta Plakat web-1Jeder kennt die Welt der Piraten als abenteuerliches Universum aus Holzbein, Säbelkampf und Totenkopfflagge. Doch nur wenige wissen, dass viele zu Seeräubern wurden, weil sie auf der Flucht waren und dass sie dabei fortschrittliche Vorstellungen entwickelten. Die auf Toleranz, gerechter Verteilung von Besitz und radikaler Demokratie beruhende Piratenbruderschaft LIBERTALIA befreite Sklaven aus der Gefangenschaft und baute sich mit Seeleuten, Madegassen und Migranten aus aller Welt eine alternative Gesellschaft auf.

 

Helge Meves liest aus dem Buch "Libertalia - Die utopische Piratenrepublik" von Daniel Defoe. Die anschließende Diskussion wird moderiert von Dr. Hans Erxleben, welcher als Kind gerne Matrose geworden wäre.

 

27. November 2015 ab 18.30 Uhr in der Villa offensiv Hasselwerderstraße 38-40, 12439 Berlin

 

Werbeaktion zu Willkommenskultur mutwillig zerstört

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Das Zentrum für Demokratie hat gemeinsam mit der Partnerschaft für Demokratie Schöneweide, gefördert aus dem Bundesprogramm „Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit“ des Bundesfamilienministeriums fünf großflächige Werbetafeln für den Zeitraum vom 4 .Dezember bis 28. Dezember angemietet, um ein Zeichen für Willkommenkultur zu setzen.

Die Werbetafeln „Geflüchtete willkommen heißen – Kein Mensch ist illegal!“ sind in acht verschiedenen Sprachen bedruckt. Hiermit sollen geflüchtete und asylsuchende Menschen positiv angesprochen, aber auch der öffentliche Raum rund um den ehemaligen Angstraum am S-Bahnhof Schöneweide gegen rechtspopulistische und extrem rechte Bestrebungen besetzt werden.

 

Vier Tage nachdem die Plakate angebracht wurden, sind zwei von ihnen direkt am Busbahnhof Schöneweide komplett zerstört und niedergerissen worden. Ein weiteres Plakat am Großberliner Damm wurde mit rassistischen „Nein zum Heim“-Aufklebern beklebt. „Es ist zu vermuten, dass im Bezirk ansässige Neonazis und Rassisten sich durch die Plakate provoziert gefühlt und sie zerstört haben. Dies ist als ein Angriff auf ein Zeichen von Willkommenskultur im Stadtteil zu sehen“, so Hans Erxleben, einer der Sprecher des bezirksweiten Bündnis für Demokratie und Toleranz. Das Bündnis für Demokratie und Toleranz und das Zentrum für Demokratie verurteilen die Zerstörung der Werbeplakate. Eine Mitarbeiterin des Zentrums für Demokratie dazu: „Es war uns ein wichtiges Anliegen, die bestehende flächendeckende Willkommenskultur in Johannisthal und Schöneweide auch visuell zu unterstützen und in der Straßenlandschaft wahrnehmbar zu machen. Leider scheint diese Aktion nicht von allen positiv aufgenommen worden zu sein.“

Es ist ein Sachschaden von 1500 Euro entstanden. Strafanzeige gegen Unbekannt wurde gestellt.

Veranstaltungsreihe Neonazis, extreme Rechte und Antisemit_innen in Berlin und Treptow-Köpenick

Neonazis, extreme Rechte und Antisemit_innen in Berlin und Treptow-Köpenick

Fast jede Woche tauchen Aufkleber der extrem Rechten Gruppierung "Die Identitären" in Treptow-Köpenick auf, NPD-Aufkleber mit darunter versteckten Klingen werden verklebt und im Allende-Viertel finden weiterhin jede Woche mindestens zwei rassistische Mahnwachen statt.

Mit dieser Veranstaltungsreihe möchte das Zentrum für Demokratie Treptow-Köpenick in Kooperation mit dem Register Treptow-Köpenick über extrem Rechte und neonazistische Mobilisierungen und Aktionen in Treptow-Köpenick und Berlinweit informieren.


17. November 2015 | 18 Uhr

Zentrum für Demokratie

Michael-Brückner-Str. 1/Spreestraße

Völkischer Rassismus im poppig elitären Chick: „Die Identitären" - ein relevanter Akteur der extrem rechten Szene Berlins?

Nachdem sie in anderen Regionen schon länger präsent waren, treten seit einigen Monaten auch in Berlin „Die Identitären" als neue extrem rechte Organisationsform in Erscheinung. Waren es anfänglich nur Aufkleber und Flyer, die auf sie aufmerksam machten, inszenieren sich „Die Identitären" mittlerweile bei Bärgida als ständiger Akteur. Darüber hinaus versuchen sie mit eigenen (Stör-)Aktionen und popkultureller wie elitärer Ästhetik in den öffentlichen Diskurs um Migrations- und Flüchtlingspolitik zu intervenieren. Sie präsentieren sich intellektuell und sind inhaltlich auf einen klaren vor allem islam- und migrationsfeindlichen völkischen Rassismus festgelegt.

In diesem Vortrag und der anschließenden Diskussion soll vor allem den Fragen nachgegangen werden: Wer sind „Die Identitären"? Welche Inhalte verfolgen sie? Haben sie eine nennenswerte Bedeutung innerhalb der extrem rechten Szene Berlins?

Referent*innen

Frank Metzger ist Mitarbeiter und Bildungsreferent des apabiz – antifaschistisches pressearchiv und bildungszentrum berlin e.V.

 



24. November 2015 | 18 Uhr

Zentrum für Demokratie

Michael-Brückner-Str. 1/Spreestraße

"Antisemitische Ausdrucksformen im Kontext der "Montagsmahnwachen für den Frieden"

Die "Friedensbewegung 2014" entstand vor dem Hintergrund des Ukraine-Konflikts im März 2014 in Berlin und breitete sich schnell im gesamten Bundesgebiet aus. Im Rahmen des sogenannten "Friedenswinter" gelang zwar eine temporäre Allianz mit Teilen der etablierten Friedensbewegung, aber aus heutiger Sicht kann das Vorhaben als weitgehend gescheitert betrachtet werden. Vielfach wurden die "Montagsmahnwachen" für ihre fehlende Abgrenzung von rechtsextremen Akteuren, sowie ihre Anschlussfähigkeit für antisemitische und verschwörungstheoretische Argumentationen kritisiert.

Was hat es damit auf sich?

Der Powerpoint-Vortrag zeichnet die Genese der "Friedensbewegung 2014" nach. Hierbei werden spezifische antisemitische Ausdrucksformen auf den Versammlungen selbst und bei den prägenden Akteuren herausgearbeitet. Die Analyse der Kommunikationsstrategien werden durch einen Überblick verschiedener Gerichtsurteile zum Thema Antisemitismus und ein theoretisches Modell kontextualisiert.

Referent*innen

Benjamin Steinitz leitet seit Januar 2015 die Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS) beim Verein für Demokratische Kultur in Berlin (VDK) e.V. Er hat viele der Kundgebungen in Berlin vor Ort beobachtet und dokumentiert.

 


08. Dezember 2015 | 18 Uhr

Zentrum für Demokratie

Michael-Brückner-Str. 1/Spreestraße

Bedrohliche Allianzen - Neonazis und rassistische Anwohner_innen vereint gegen Geflüchtete

Seit Herbst 2014 finden regelmäßig, teils mehrfach wöchentlich in Berliner Randbezirken rassistische Aufmärsche und Kundgebungen gegen Flüchtlingsunterkünfte statt. Waren es anfangs bis zu 1000 Teilnehmende, sind es mittlerweile meist nur noch wenige Dutzend. Dennoch: Von Entwarnung keine Spur, die aggressive Bedrohung und akute Gefährdung

bleibt. Berlin ist dabei nur ein Ort eines besorgniserregenden, bundesweiten Trends. Nicht nur Aufmärsche, auch rassistisch motivierte Bedrohungen, körperliche Angriffe, Sachbeschädigungen und Brandanschläge nehmen weiterhin zu. Dabei sind nicht immer nur organisierte Neonazis sondern auch rassistische Bürger_innen unter den Teilnehmenden und Täter_innen.

In diesem Vortrag soll zunächst ein aktueller Überblick zur Situation und Bedrohung in Berlin gegeben werden. Die anschließende Diskussion bietet die Möglichkeit, Handlungsoptionen zu entwickeln, um dem entgegenzuwirken.

Referent*innen

Die Referent_innen sind Mitarbeiter_innen der apabiz -

antifaschistisches pressearchiv und bildungszentrum berlin e. V.

 

 

 Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

gefördert durch
Besuchsadresse

Zentrum für Demokratie

Michael-Brückner-Str. 1/Spreestraße
(gegenüber S-Bhf Schöneweide)

Tel.: 030 - 65 48 72 93
E-Mail: zentrum@offensiv91.de
Postanschrift

Zentrum für Demokratie
c/o Villa offensiv
Hasselwerderstr. 38 - 40
12439 Berlin
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