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Register zur Erfassung rechtsextremer und diskriminierender Vorfälle in Treptow-Köpenick

Register NeuDas Register erfasst rassistisch, antisemitisch, lbgtiq-feindlich*, antiziganistisch, rechtsextrem, rechtspopulistisch und andere diskriminierend motivierte Vorfälle im Bezirk Treptow-Köpenick, die von Anlaufstellen und Bürger_innen im Bezirk gemeldet werden. Es ergänzt damit behördliche Statistiken zu rechtsextremen Vorfällen, weil es auch Ereignisse einbezieht, die entweder nicht zur Anzeige gebracht wurden oder keine strafrechtliche Relevanz besitzen.
Das Register bietet anhand der gesammelten Materialien Bildungsveranstaltungen für Schulen an. Dabei wird anschaulich auf die Neonazi-Szene in Treptow-Köpenick eingegangen und die Bedeutung von Ideologie und Propaganda für den Rechtsextremismus aufgezeigt.

Arten von Vorfällen, die dokumentiert werden:

  • Propaganda (Aufkleber, Plakate, Transparente, Sprühereien, Flugblätter, Hitlergruß wenn er nicht gezielt gegen Personen gerichtet ist, Bekleidung, Schmuck, Tattoos mit rechtsextremen Inhalten)
  • Veranstaltungen (Demonstrationen, Konzerte, Informationsstände, interne und öffentliche Veranstaltungen bei denen sich rassistisch, antisemitisch oder rechtsextrem geäußert wird)
  • Angriffe (Körperverletzung und versuchte Köprerverletzung, massive Bedrohungen, Angriffe auf Wohnhäuser, in denen sich Menschen befinden - gleiche Zuordnung wie in ReachOut-Chronik)
  • Bedrohungen, Beleidigungen und Pöbeleien (Sprüche und Beschmipfungen, Parolen rufen, Anti-Antifa-Fotografen, Aufkleber mit Klingen darunter, Hitlergruß der sich an Menschen richtet die politische Gegner_innen sind)
  • Sachbeschädigungen (z.B. Beschädigungen an Gedenktafeln und zerstörte Fensterscheiben)
  • BVV (Wortmeldungen und Anträge der NPD in der BVV - auch bei lokalpolitischen Themen mit anschließendem Internetbericht und nur in den Bezirken, in denen die NPD in der BVV vertreten ist)
  • Sonstiges (schwer zuordenbare Fälle, die gemeinsam mit allen Registerstellen diskutiert werden

 

Inhaltliche Zuordnung der Vorfälle:

  • Rechte Selbstdarstellung (meint Aufkleber, Parolen, Plakate, Online-Postings etc., die rechtsextreme Organisationen oder Gruppen bewerben. Darunter können aber auch Informationsständestände fallen oder Flugblätter, die unterschiedliche rechtsextreme Themen aufgreifen, mit dem Ziel der Mitgliederwerbung)
  • Verharmlosung bzw. Verherrlichung des Nationalsozialismus (darunter fallen Symbole und andere Äußerungen mit positivem Bezug zum NS, sowie revisionistische Verlautbarungen)
  • Politische Gegner_innen (und auch vermeintliche politische Gegner_innen)
  • Rassismus mit den beiden Unterkategorien
    • Antiziganismus
    • Antimuslimischer Rassismus / Islamfeindlichkeit
  • Antisemitismus
  • LGBTIQ*Feindlichkeit
  • Sonstiges: z.B. Sozialchauvinismus (Diskriminierung gegen sozial Benachteiligte, Wohnungslose), Behindertenfeindlichkeit



Das Register ist ein Projekt im Landesprogramm „Demokratie. Vielfalt. Respekt. Gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus“ und wird durch die Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen gefördert.

gefördert durch
Besuchsadresse

Zentrum für Demokratie

Michael-Brückner-Str. 1/Spreestraße
(gegenüber S-Bhf Schöneweide)

Tel.: 030 - 65 48 72 93
E-Mail: zentrum@offensiv91.de
Postanschrift

Zentrum für Demokratie
c/o offensiv'91 e.V.
Hasselwerderstr. 38 - 40
12439 Berlin