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Online-Gedenken: 100 Jahre Kapp-Putsch in Treptow-Köpenick

Vor 100 Jahren kam es in der Nacht vom 20. auf den 21. März 1920 zum Blutbad in Adlershof. In bewaffneten Kämpfen versuchte man den Kapp-Putsch abzuwehren. Heute gedenken wir den Antifaschist*innen, die dabei ihr leben lassen mussten. Gedenkt auch ihr mit uns! ⬇️

📍 Was war der Kapp-Putsch?

Erzreaktionäre Teile der Reichswehr versuchten damals den militärischen Umsturzversuch der Weimarer Republik. Unter dem Kommando des Generals von Lüttwitz wurde am 13. März das Regierungsviertel durch eine aus den Freikorps hervorgegangene Marinebrigade Ehrhardt besetzt und Wolfgang Kapp übernahm für 4 Tage die Spitze der Putschregierung. Mit schwarz-weiß-roten Fahnen und Hakenkreuzen marschierten sie durch das Brandenburger Tor, erklärten Regierung und Nationalversammlung als abgesetzt und errichteten eine Militärdikatur. Jedoch gelang es vier Tage später am 17.03. durch einen Generalstreik den Putsch zu beenden und die noch junge Weimarer Republik damit zu retten.

 

📍 Das Blutbad von Adlershof

Tragisch verlief es beim Rückzug der Putschisten: Bei der Besetzung von Adlershof in der Nacht vom 20. zum 21.03. richteten die Militärs ein Blutbad an. Den Kämpfen zur Abwehr des Putsches fielen in dieser Nacht 15 Personen aus Köpenick und Adlershof zum Opfer und 2 Personen erlagen später den Folgen ihrer Verletzungen.

 

📍 Gedenken, aber wie?

Die geplante Kranzniederlegung am Furtan Platz in Köpenick und auf dem Friedhof in Adlershof durch Bezirksbürgermeister Oliver Igel wird aufgrund der Corona-Pandemie ohne Beteiligung von Publikum stattfinden. Stattdessen wird zu einem individuellen Gedenken aufgerufen. Wir möchten Euch dazu einladen, in den Kommentaren bei Facebook und Twitter unter diesem Beitrag euer symbolisches Gedenken auszudrücken und Worte oder Fotos zu hinterlassen.

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