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Nachruf für Hans Erxleben

Wir trauern um unseren Freund und Mitstreiter Hans Erxleben. Am 29. April 2018 ist Hans im Alter von 71 Jahren verstorben.

Hans war ein langjähriger Begleiter von offensiv‘91 e.V. im Kampf gegen Rechtsextremismus und für mehr Demokratie im Bezirk. Hans war ein zuverlässiger Freund und Partner, der immer eine klare Haltung hatte.Trotz einer Vielzahl von persönlichen Angriffen und Bedrohungen verlor er nie den Mut zum Weiterkämpfen und sorgte gemeinsam mit anderen dafür, dass Treptow-Köpenick und vor allem Schöneweide kein Rückzugsort für Neonazis mehr ist.

Zahlreichen Demonstrationen und Kundgebungen gegen Neonazis und ihre Infrastruktur wurden von Hans organisiert und angemeldet. Er war einer der Ersten, der das „Fest für Demokratie und Toleranz – gegen Angsträume“ (vor allem auf den Nachsatz legte Hans viel Wert!) mitorganisierte. Als Sprecher des Bündnisses für Demokratie und Toleranz gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus, als Bezirksverordneter der Partei „Die Linke“ und als Leiter des Integrationsausschusses war Hans unermüdlich und streitbar, aber auch immer um Ausgleich bemüht.

Bei allem behielt er seinen Sinn für Humor und konnte, trotz harter Arbeit, für gute Stimmung sorgen. Bis zuletzt interessierten Ihn die Vorgänge im Bezirk, so erfragte er noch aus dem Krankenhaus die Antworten aus der letzten BVV-Sitzung, um stets aktuell informiert zu sein.

Die Mitarbeiter_innen von offensiv'91, die intensiv mit Hans zusammengearbeitet haben und teilweise eng mit ihm befreundet waren, stehen immer noch unter Schock. Eine Kundgebung gegen Neonazis ohne Hans Erxleben ist unvorstellbar. Wir wissen jedoch, dass Hans von uns erwartet hätte weiter zu machen, nicht aufzugeben und sich für einen solidarischen und vielfältigen Bezirk einzusetzen. Das werden wir tun!

Unsere Gedanken sind bei der Familie, den Freund_innen und den vielen Mitstreiter_innen von Hans Erxleben.

PM: Treptow-Köpenick stärkt antirassistische Bildung an Schulen

Pressemitteilung vom 26.04.2018

In Treptow-Köpenick startete am 16. April das Projekt „aras* – Politische Bildung an Schulen“. Gefördert durch das Bezirksamt Treptow-Köpenick soll der Verein Offensiv‘91 e.V. bis Ende 2019 die „Schulen ohne Rassismus – Schulen mit Courage“ bei der Umsetzung von rassismuskritischer und menschenrechtsorientierter Bildungsarbeit unterstützen.

aras* steht für antirassistische Bildung an Schulen. Das * symbolisiert die Vielfältigkeit der Angebote und Zielgruppen: ob Projekttage, Workshops, Aktionen, Beratungen, Ausflüge, Vernetzung usw. für Schüler*innen, Lehrer*innen und Sozialarbeiter*innen. In erster Linie richtet sich aras* an Schulen, die den Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ tragen, Anliegen von anderen Schulen werden selbstverständlich ebenfalls unterstützt.aras* ist Teil des bezirklichen Zentrums für Demokratie. Dazu Birgit Hannemann, Geschäftsführerin des Trägervereins Offensiv‘91 e.V.: „Ich freue mich, dass wir als Verein die Möglichkeit erhalten, unseren Fachbereich Politische Bildung zu erweitern. In Zeiten von zunehmender Polarisierung in der Gesellschaft ist es uns wichtig, schon frühzeitig in den Schulen ein klares Zeichen für Menschenrechte und Diversität zu setzen.“

Alle Angebote von aras* sind für Schulen kostenfrei. In den nächsten Wochen wird sich das Projekt an den verschiedenen Schulen vorstellen und die Bedarfe ermitteln. Bisherige Angebote von aras* sind unter www.zentrum-für-demokratie.de/aras abzurufen.

Weitere Informationen:

Samuel Signer

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!,

Tel.: 030/65 48 72 93

www.zentrum-für-demokratie.de/aras

Auswertung des Registers Treptow-Köpenick für 2017 erschienen

Auswertung des Registers Treptow-Köpenick für 2017 erschienen

Im Jahr 2017 wurden 310 Vorfälle dokumentiert (2016: 367), was einen Rückgang um ca. 15,5 % zum Vorjahr bedeutet. Es war das erste Mal in der Geschichte des Registers Treptow-Köpenick, dass die Vorfallszahlen sanken. Dies lässt sich auf den massiven Rückgang der rassistischen Mobilisierungen im Bezirk zurück führen, womit das Motiv Rassismus (- 49%) stark gesunken ist. Hierbei sind es insbesondere Veranstaltungen (-67 %), Bedrohung/Beleidigung/Pöbelei (-63 %), Sachbeschädigung (-48 %) und Angriffe (-27 %), die weniger stattfanden.

Am stärksten war Propaganda mit 222 Vorfällen vertreten, sowie das Motiv der „Rechten Selbstdarstellung“ mit 100 Vorfällen.Die Anzahl der Angriffe ist auf insgesamt 22 zurück gegangen. Sie fanden mehrheitlich an öffentlichen Orten, wie im Nahverkehr oder auf der Straße statt. Insbesondere haben Angriffe im direkten Zusammenhang mit Unterkünften für Geflüchtete nachgelassen, was mit der Einstellung von rassistischen Protesten gegen diese in Verbindung gebracht werden kann, sowie eine Normalisierung in der Nachbarschaft anzeigt. Trotzdem sind über 70 % der Angriffe und über 30 % der Beleidigungen/Bedrohungen/Pöbeleien rassistisch motiviert. Inhaltlich sind Vorfälle mit dem Motiv der (extrem) rechten Selbstdarstellung um knapp 10 % weiter angestiegen. Bereits im letzten Jahr gab es in diesem Bereich eine Verdoppelung der Vorfälle. Dabei war es zu 92 % Propaganda, die diesem Motiv entsprach. Mit der weiteren Zunahme von Propaganda im Allgemeinen und (extrem) rechter Selbstdarstellung im Besonderen zeigt sich ein vermehrtes Interesse (extrem) rechter Gruppierungen, im Sozialraum sichtbar zu sein und neue MitstreiterInnen zu agitieren.

Nachdem es in den vergangenen Jahren vor allem NPD und Kameradschaften waren, die öffentliche Räume markiert haben, werden nun auch Gruppen wie die Identitäre Bewegung und die Junge Alternative aktiver. Im Jahr 2017 gab es auch in Treptow-Köpenick, so wie in vielen anderen Bezirken, ein starkes Propaganda-Aufkommen im Zusammenhang mit dem Gedenkmarsch für Hitler-Stellvertreter Rudolf Heß. Es wurden mehrfach Plakate, große Sprühereien und Transparente im öffentlichem Raum angebracht. Sie waren inhaltlich alle der NS-Relativierung zu zuordnen. Diese steigende optische Raumnahme kann auf eine zunehmende Zahl aktiver Neonazis und (extrem) rechter Kräfte hindeuten. Die Zivilgesellschaft sollte daher wachsam bleiben und die Entwicklungen in den Ortsteilen genau beobachten.

Weitere Informationen finden Sie in der Broschüre hier

14. Fest für Demokratie und Toleranz steht vor der Tür

14. Fest für Demokratie und Toleranz steht vor der Tür

Am Samstag den 05. Mai 2018 findet das 14. Fest für Demokratie und Toleranz in Schöneweide statt. Zwischen 13 und 19 Uhr erwartet Sie wieder ein buntes Programm auf 2 Bühnen und viele Stände von vielfältigen Projekten und Initiativen.

Das Bündnis für Demokratie und Toleranz Treptow-Köpenick und der Bezirksbürgermeister Oliver Igel laden Jung und Alt zum 14. Fest für Demokratie nach Schöneweide ein. Gemeinsam wollen wir zeigen, dass Treptow-Köpenick ein weltoffener, bunter Bezirk ist, in den Rassismus, Intoleranz, und Fremdenfeindlichkeit keinen Platz haben.

Es erwartet Sie ein buntes Programm auf 2 Bühnen. Initiativen, Vereine und Projekte, Kirchen, Künstler*innen und Schulen stellen sich vor und freuen sich mit Ihnen ins Gespräch zu kommen. Für Kinder gibt es eine Hüpfburg und viele spannende Aktionen. Für Essen und Trinken ist natürlich gesorgt.

Auch die Projekte des Zentrums für Demokratie werden sich im Rahmen des Festes vorstellen und freuen sich mit ihnen ins Gespräch zu kommen.

 

Nachgefragt! Gestärkt für ein solidarisches Miteinander. #2

18.02.01   Nachgefragt 2

 

Was verstehen wir unter Demokratie und Meinungsfreiheit?
Was bedeutet das für Engagement gegen Rassismus und Diskriminierung vor Ort?
Und was haben Menschenrechte und das Grundgesetz damit zu tun?

Mit der Interviewreihe „Nachgefragt! Gestärkt für ein solidarisches Miteinander.“ wollen wir grundsätzlichen Fragen und aktuellen Debatten auf den Grund gehen, die sich uns nicht nur seit der Bundestagswahl im September 2017 immer wieder aufdrängen – sondern auch unseren Kolleg_innen, Kooperationspartner_innen und Engagierten in den Bezirken. In dieser Interviewreihe fragen wir Expert_innen nach ihren Argumenten für ein solidarisches Miteinander und eine demokratische Kultur für alle, die in dieser Stadt leben. Weiter geht es mit dem zweiten Interview mit Esther Lehnert über die Ideologien, die hinter dem Begriff „völkisch“ stehen und wieso es kein neutraler Begriff sein kann.

Viel Spaß beim Lesen! 

 

"Nachgefragt! Gestärkt für ein solidarisches Miteinander." ist ein Projekt des Vor-Ort-Büros von Demokratie in der Mitte (Berlin-Mitte), der Fach- und Netzwerkstelle Licht-Blicke (Lichtenberg), von moskito - Fach- und Netzwerkstelle gegen Rechtsextremismus, für Demokratie und Vielfalt (Pankow) und des Zentrums für Demokratie (Treptow-Köpenick).

 

 

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